Stadt ohne Geld

Am konkreten Beispiel der Stadt Dortmund wird das IfuK in Zusammenarbeit mit dem dortigen Schauspielhaus und in Kooperation mit freien Kultur- und Theaterschaffenden mithilfe theatraler, medialer und performativer Mittel soziale und urbane Wirklichkeit vor dem Hintergrund der aktuellen strukturellen Problemlagen erforschen. In experimentellen Laborsituationen sollen Spielräume für die Aushandlung gesellschaftlicher Realitäten modellhaft geschaffen und interaktiv genutzt werden.

Das IfuK begreift sich hier als Impulsgeber, um Energien für gesellschaftlichen Wandel im Sinne einer kreativen, dynamischen und lebendigen Stadt freizusetzen.

In Kooperation und enger inhaltlicher Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Dortmund wird es zu einem einzigartigen Austausch zwischen den Methoden der Kultur- und Kreativschaffenden (Schauspielern, Regisseuren, Medienkünstlern) und den avancierten Instrumenten der empirischen Sozialforschung und der Wirtschaftswissenschaften kommen. Das IfuK widmet sich in diesem Projekt schwerpunktmäßig der Erforschung der Zukunftspotentiale der kreativen Klasse. In diesem Zusammenhang ist die Partnerschaft und Zusammenarbeit mit dem Schauspiel Dortmund von hoher Bedeutung für eine substanzielle, nachhaltige und effiziente Projektdurchführung.

Das Programm zu „Stadt ohne Geld“ wird Stadtinterventionen, Außenlabors, Vorträge, Diskussionsrunden und Performances, statistische Erhebungen und multimediale Publikationsformen bis hin zu neuen Ausdrucksformen, etwa des Internettheaters, beinhalten. Ziel des Austausches zwischen Sozial- und Wirtschaftsforschung, Neuen Medien und Theater- und Performancekunst ist der Versuch, die strukturellen Problemlagen der Stadt Dortmund zu kartografieren und im Sinne der Möglichkeiten neuer kreativer Wirtschaftsvisionen Vorschläge für eine Zukunft der Stadt zu erarbeiten. Zu diesem Zweck ist eine Zusammenarbeit mit dem renommierten Dortmunder Theater und freien Künstlern der NRW-Szene eine ideale Ausgangsbasis und eine essentielle Referenz für die Forschungsarbeit des IfuK.

Informationen zum Programm und Details zum Projekt gibt es demnächst auf der Projekthomepage unter: www.stadtohnegeld.de

Weitere Neuigkeiten

27. September 2010
Vorankündigung

Dr. Mareike Soerensen wird im  November die IfuK-Studie „Rentabilität medialer Settings – Fernsehen und Theater im Vergleich“ vorstellen – eine Erweiterung des Rentabilitätsbegriffs von rein ökonomischer zu sozialer, symbolischer und kultureller Rentabilität analog zu Bourdieus Kapitalbegriff.

16. August 2010
Projekt-Website stadtohnegeld.de online

Besuchen sie unser aktuelles Projekt auf der neuen Site:
www.stadtohnegeld.de
Es wird spannend!

27. Juli 2010
Kickstart – neues Projekt ab Oktober 2010

profilbildkickstart300px Die Arbeitslosenzahlen steigen, staatliche Kontroll- und
Reglementierungsmechanismen versagen.Der Staat übernimmt zunehmend die Aufgabe der Elendsverwaltung
anstatt die Eigenverantwortung der Menschen zu fördern.

Ein Sozialsystem, dass dem Staat keine kosten verursacht-
Ein Traum? Eine Utopie?
Mit Kickstart wird diese Vision Wirklichkeit.

Basierend auf unserer Studie
“Potential Capacities of the Socially Deprived -
Individuelle Optimierungsstrategien im Alltag sozialer Randgruppen”
entwickeln wir in Kooperation mit den Agenturen für Arbeit ein nachhaltiges Projekt,
um erwerbslosen Menschen den Anschluss an die Gesellschaft wieder zu ermöglichen,
indem ihre kreativen Potentiale und Soft Skills individuell gefördert werden.

Kickstart ist jedoch mehr als eine weitere Fördermaßnahme,
es ist ein Geschäftsmodell.
Die Teilnehmer werden zu einzigen Angestellten eigener GmbHs,
deren Gründungskapital durch emittierte Zertifikate abgesichert ist.
Kickstart schafft so nicht nur neue Arbeitsplätze,
sondern auch ein für Investoren interessantes Finanzprodukt.

Das Ergebnis ist der Entwurf eines privaten Sozialsystems,
das dem Staat keine kosten verursacht.

www.kickstart-invest.de

13. Januar 2010
Neues Forschungsprojekt: Stadt ohne Geld

Im Oktober diesen Jahres startet unser neues Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Theater Dortmund.

11. November 2009
Veröffentlichung: „Creativity and Urban Development“

Buchvorstellung am 14. Dezember, 15 Uhr an der Sozial- und Politikwissenschaftlichen Fakultät (SSP) der Université de Lausanne.

5. November 2009
Studie “Potential Capacities of the Socially Deprived” veröffentlicht

In Zusammenarbeit mit der Fakultät für New Media, Arts and Communication der Universität Innsbruck untersuchten wir die These, dass in den unteren ökonomischen und sozialen Segmenten der Gesellschaft, insbesondere in den großen urbanen Konglomerationen,  ungeahntes Potential für nachhaltige Stadtentwicklung und Gentrifizierung schlummert: Wie kommen wir an die kreative Kraft bildungsferner, migrantischer und sozial benachteiligter Schichten? >>> pdf